Die Seiser Alm liegt in Südtirol, dem überwiegend deutschsprachigen Teil Norditaliens. Auf den Schildern begegnet einem deshalb auch der italienische Name Alpe di Siusi. Die Almwiesen liegen unter den Gipfeln der Dolomiten, im Umfeld des Naturparks Schlern-Rosengarten.
Mit etwa 56 Quadratkilometern ist die Seiser Alm ein großes Gebiet. Bei der Ankunft mit der Seilbahn kann es trotzdem ziemlich voll sein. In der Hochsaison hat die Gegend dort manchmal etwas von einem Dolomiten-Disneyland. Zum Glück sind die Berge nicht von der vollsten Terrasse abhängig.
Wer etwas weiter geht, bekommt einen ganz anderen Eindruck. Darauf zielte auch meine frühere Bemerkung ab, die Umgebung der Bergstation hinter sich zu lassen. Es geht nicht um eine feste Gehzeit, nach der die Menschenmengen plötzlich verschwinden. Route, Jahreszeit und Tageszeit machen alle einen Unterschied.
Eine Landschaft mit Vordergrund
Die bekanntesten Gipfel ziehen von selbst die Aufmerksamkeit auf sich. Für ein Foto sind die Wiesen davor mindestens genauso wichtig. Ein Weg, ein Zaun oder ein einzelner Baum kann zeigen, wie weit die Berge tatsächlich entfernt sind. Ohne einen solchen Bezugspunkt wirkt eine beeindruckende Landschaft auf dem Bildschirm manchmal erstaunlich flach.
Die Seiser Alm ist außerdem eine genutzte Landschaft. Wiesen, Wege und Gebäude gehören zur Geschichte und Bewirtschaftung des Gebiets. Sie ist keine leere Kulisse, in der nur die Berggipfel zählen. Gerade diese Kombination verortet die Bilder.
Sommer und Winter verlangen jeweils einen anderen Blick. Gras und Wanderwege weichen Schnee und Wintersport, während die Formen der Berge erkennbar bleiben. Diese Serie zeigt meine Bilder aus der Gegend. Für Zufahrt, Seilbahnen und Routen verweise ich auf die örtlichen Informationen. Diese Angaben ändern sich häufiger als die Dolomiten selbst.

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