Jesuitenkloster in Valkenburg

Das ehemalige Jesuitenkloster in Valkenburg war kein Gebäude, in das man einfach hineinging. Verschiedene Fotografen versuchten, über den Bewohner Zugang zu bekommen, doch eine Erlaubnis wurde fast nie erteilt. Der Eigentümer wollte keine Besucher im Komplex haben. Der Zustand des Gebäudes spielte dabei eine wichtige Rolle.

Bevor der Komplex erneut verschlossen wurde, durften die Fotografin Anita van Rennes und ich dort einmalig fotografieren. Diese Genehmigung galt für unseren Besuch. Sie war weder eine allgemeine Öffnung noch eine Einladung, es anschließend selbst zu versuchen.

Ein großes Kolleg außerhalb Deutschlands

Am 1. Mai 1893 wurde der Grundstein für das Ignatiuskolleg gelegt. Architekt Hürth lieferte den Entwurf, Bauunternehmer Hubert Habets führte ihn aus. Für den riesigen Komplex wurden Millionen Ziegel verwendet, die am Bauplatz gebrannt wurden.

Die deutschen Jesuiten waren wegen des Kulturkampfs ausgewichen. In Limburg entstanden damals mehrere Klöster und Ausbildungshäuser für Gemeinschaften, die in Deutschland nicht bleiben konnten. Das Valkenburger Kolleg diente der Ausbildung des Ordens und erhielt unter anderem eine umfangreiche Bibliothek.

Das Gebäude war also weit mehr als die Unterkunft einiger Patres. Hinter der langen Fassade lagen Unterrichtsräume, Wohnräume und Einrichtungen für eine große Gemeinschaft. Das erklärt die Ausmaße der Flure und Säle.

Andere Nutzer, andere Spuren

Während der Besatzung wurden die Jesuiten vertrieben und die SS nutzte das Gebäude als Ausbildungsinstitut. Mit der Kriegsgeschichte muss man sorgfältig umgehen: Über einzelne Aspekte kursieren Geschichten, die nicht alle gleichermaßen belegbar sind. Das Foto eines Flures beweist keine Erzählung darüber, was dort geschehen sein soll.

Nach dem Krieg folgten andere Nutzer und Funktionen. Die Franziskanerinnen vom heiligen Josef richteten hier ein Kloster mit Pflegeheim ein. Später gelangte der Komplex an die Bewegung für Transzendentale Meditation. Der große Brand von 2001 beschädigte einen Teil des Daches schwer und veränderte den Zustand des Gebäudes erneut.

Zur Zeit meiner Reportage waren Pläne für ein Hotel vorgestellt worden. Bei einem Tag der offenen Tür war ein begrenzter Teil zugänglich. Die Erlaubnis für unsere weitergehende Reportage blieb eine Ausnahme. Der Eigentümer betonte, dass er keine weiteren Fotografen hineinlassen wollte.

Diese Unterscheidung gehört zu den Bildern. Das Gebäude wirkt verlassen, hatte aber trotzdem einen Eigentümer, einen Bewohner und Regeln. Hier konnten wir arbeiten, weil wir eine Genehmigung hatten.

Ich bedanke mich beim Eigentümer und beim Bewohner nochmals für diese Gelegenheit. Die Serie hält eine Phase fest, die sich nach einem Umbau nicht wiederholen lässt. Die Schäden und die unterschiedlichen Nutzungszeiten gehören zum Gebäude, wie wir es vorfanden.

Meine eigenen Bilder dieser Reportage stehen unter CC BY 4.0. Sie dürfen mit der erforderlichen Namensnennung und unter den übrigen Bedingungen weiterverwendet werden. Das Recht, ein Foto zu nutzen, erlaubt selbstverständlich nicht den Zutritt zum abgebildeten Gebäude.

Quellen und Hintergrund

Text und Fotografie: Marco Delnoij · EOSfoto

Diesen Beitrag teilen

FacebookXWhatsAppLinkedInPinterestE-Mail

Kommentare

  1. Mooi werk dat voorop gesteld,alleen jammer dat de urbexers hier in de woonwijk en vooral de seringenstraat parkeren waar al niet te veel parkeergelegenheid is.

  2. Afgelopen zaterdag 5 februari kregen we, met enkele leden van de Almeerse Fotoclub, een laatste (?) kans om het klooster te bezoeken. Er bleek vrij veel animo door URBEXERS uit het hele land. Uit de bovenstaande prachtige reportage blijkt dat er toch enkele afdelingen voor ons afgesloten waren. Toch een hele bijzondere ervaring!

  3. [quote name=“Vink“]Mooi werk dat voorop gesteld,alleen jammer dat de urbexers hier in de woonwijk en vooral de seringenstraat parkeren waar al niet te veel parkeergelegenheid is.[/quote]
    Buiten dat de Seringenstraat een openbare weg is waar iedereen mag parkeren, heb ik er destijds niet geparkeerd.

    1. Leden van filmclub Videoom, altijd op zoek naar een onderwerp, zijn getroffen door d rijke en bewogen geschiedenis van het klooster. We zouden graag toestemming willen hebben om zowel de tekst als de foto’s te mogen gebruiken om een documentaire te maken. Het is puur non commercieel hobbyisme en indien de film over voldoende kwaliteiten beschikt, zal hij op L1 vertoond worden onder de noemer: LOVA laat zien.
      Uiteraard zal uw bijdrage aan tekst en foto’s vermeld worden.
      Namens Videoom
      Met een vriendelijke groet
      Harry Baggen

Einen Kommentar hinterlassen

Ihre E-Mail- und IP-Adresse werden nicht veröffentlicht. Kommentare erscheinen nach Prüfung. IP-Adressen werden zur Bekämpfung von Spam und Missbrauch ein Jahr aufbewahrt. Mehr zum Datenschutz.