Mein erster Besuch dieses großen Bürogebäudes bei einem Stahlwerk in Nordfrankreich lag schon einige Jahre zurück. Die Größe, der Verfall und das fast vollständige Fehlen von Graffiti waren gute Gründe für eine Rückkehr.
2015 war sichtbar, wie viel weiter das Gebäude verfallen war. Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen hatten ihre Arbeit getan. Das Dach war teilweise eingestürzt und an vielen Stellen undicht. Durch fehlende Fenster hatten Wind und Regen freien Zugang.
Immer mehr Putz löste sich von den Wänden. In einem solchen Moment fragt man sich, wie lange es noch dauert, bis auch größere Teile nachgeben. Die Fotos machen den Unterschied zu meinem Besuch 2013 deutlich.
An mehreren Stellen fällt das Licht direkt durch das offene Dach hinein. Dadurch werden Konstruktionsteile sichtbar, die den Nutzern früher verborgen blieben. Die leeren Gänge zeigen wiederum eine andere Seite: Wiederholung, abblätternde Wände und aufeinanderfolgende Türöffnungen. Was fotografisch reizvoll ist, kann baulich auf ein ernstes Problem hinweisen.

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