Kloster Loreto in Simpelveld

Huize Loreto in Simpelveld ist ein großes Gebäude mit einem konkreten Ursprung: der Arbeit der Schwestern vom armen Kinde Jesus. Clara Fey und ihre Gemeinschaft betreuten und unterrichteten Kinder. Diese soziale Arbeit erklärt einen großen Teil der Klostergröße.

1878 zogen die Schwestern mit Kindern und Mitarbeitern in den Neubau in Simpelveld. Noch im selben Jahr begann der Unterricht für Mädchen aus der Umgebung. Das Kloster war damit nicht nur Wohnort einer Ordensgemeinschaft, sondern auch Teil des täglichen Dorflebens.

Mehr als die Kapelle

Die neugotische Kapelle ist der auffälligste Teil der Anlage. Während meiner Reportage war sie noch nicht dem Gottesdienst entzogen. Das gilt für den Zeitpunkt meines Besuchs. Bei einem später unterschiedlich genutzten Gebäude sollte diese Unterscheidung erhalten bleiben.

Zu Loreto gehört außerdem eine Geschichte des Handwerks. Die Schwestern fertigten reich verzierte liturgische Gewänder, Stickereien und Wachsdarstellungen. Die Einnahmen halfen, Unterricht und Kinderbetreuung zu ermöglichen. Die Museumssammlung zeigt das handwerkliche Können dahinter.

Nach dem Wegzug der Schwestern wurden verschiedene Pläne vorgestellt. 2017 wurde die Eröffnung von Museum De Schat van Simpelveld angekündigt. Später kamen auch Unterbringung und Pflege ins Gespräch. Für einen Museumsbesuch sind die aktuellen Angaben der Einrichtung maßgeblich.

Die Fotos zeigen eine frühere Phase des Gebäudes. Gerade bei Klöstern ist der Unterschied zwischen Kapelle, Wohn- und Arbeitsräumen interessant. Zusammen zeigen sie, dass hinter den Mauern eine ganze Gemeinschaft lebte. Die Architektur war deren Unterkunft, nicht nur Kulisse für Gottesdienste.

Quellen und Hintergrund

Text und Fotografie: Marco Delnoij · EOSfoto

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