Burgen, Berge und Whisky: Die Kurzfassung von Schottland ist schnell erzählt. Für Fotos hilft sie allerdings nicht besonders weiter. Interessanter wird es durch die Abwechslung zwischen den Orten. Ein Hafen, ein Garten und eine menschenleere Berglandschaft können auf derselben Reise jeweils eine ganz andere Aufmerksamkeit verlangen.
In dieser Serie sind unter anderem Skye, Loch Bà, Glencoe und das Lost Valley zu sehen. Die Landschaft braucht oft wenig, um aufzufallen. Ein Bergrücken, etwas Wasser und anderes Licht können schon genügen. Gleichzeitig möchte man leicht möglichst viel Aussicht in ein einziges Foto packen. Nicht jeder Berg muss unbedingt mit aufs Gruppenfoto.
Ein Garten in den Highlands
Inverewe Garden ist eine schöne Abwechslung zur offenen Landschaft. Der Garten liegt am Loch Ewe, auf einer nördlichen Breite, auf der man keine Pflanzensammlung aus allerlei wärmeren Gegenden erwartet. Das örtliche Mikroklima und der Einfluss des Golfstroms machen diese Bepflanzung möglich. Der National Trust for Scotland nennt unter anderem Rhododendren, Mammutbäume und Pflanzen aus dem Himalaya.
Auch die Burgen bekommen einen Platz in der Fotoreihe: Eilean Donan Castle, Castle Stalker und Brodie Castle. Sie sind keine austauschbaren Kulissen. Ihre Lage bestimmt einen großen Teil des Bildes. Ein Gebäude am Wasser wirkt anders als eine Burg zwischen Bäumen und Gärten.
Außerdem kommen das Commando Memorial, der Hafen von Mallaig und die Royal Mile in Edinburgh vor. Damit wird die Serie auch zu einem Bericht über verschiedene Seiten Schottlands: von einem Gedenkort und einem Arbeitshafen bis zu einer belebten Stadtstraße.
Die Fotos stehen hier als Reiseserie zusammen. Wer nur die bekanntesten Aussichten betrachtet, übersieht leicht die kleineren Motive dazwischen. Gerade ihre Kombination macht für mich den Unterschied zwischen einzelnen Postkarten und dem Eindruck einer Reise aus.

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