Herbstlichter im Brückenkopfpark

Ein Foto eines beleuchteten Gangs ohne andere Besucher klingt einfach. Bei den Herbstlichtern im Brückenkopfpark Jülich kostete mich das mehr als eine Stunde Wartezeit. Man hat ja ein Stativ dabei, hatte es also offenbar ohnehin nicht eilig.

Während der Herbstlichter wird der Park mit farbigem Licht und Installationen gestaltet. Bäume, Wege und Gebäude sind das Material der Lichtgestalter. Die Wirkung ändert sich deshalb sowohl zwischen den Installationen als auch mit zunehmender Dunkelheit.

Vor der Dunkelheit anfangen

Die blaue Stunde eignet sich als Anfang. Im Himmel ist noch Licht, und die Umgebung bleibt erkennbarer. Später heben sich die Lichtquellen viel stärker vom dunklen Hintergrund ab. Beides kann unterschiedliche Bilder ergeben.

Dieser Unterschied erschwert die Belichtung. Eine helle Fläche kann bereits ausfressen, während die Umgebung fast schwarz bleibt. Alles von der Kamera aufhellen zu lassen ergibt nicht automatisch ein besseres Foto. Es hilft, die hellen Stellen zu kontrollieren und manche Bereiche dunkel zu lassen.

Meine Erfahrung war, dass ein Wochentag ruhiger als ein volles Wochenende war. Das verspricht keinen menschenleeren Park. Die Herbstlichter sind eine öffentliche Veranstaltung, und andere Besucher wollen sie ebenfalls genießen. Mit dem Stativ mitten auf einem schmalen Weg zu stehen hilft niemandem.

Die Bilder stammen von meinem damaligen Besuch. Beleuchtung und Route können sich je nach Ausgabe ändern. Feste Öffnungszeiten oder Preise übernehme ich deshalb nicht. Dafür ist der Veranstaltungskalender des Parks die verlässlichere Quelle.

Das Schöne an einem Lichtfestival ist der neue Blick auf eine vorhandene Umgebung. Ein gewöhnlicher Durchgang oder eine Baumgruppe kann abends plötzlich ein Grund sein, noch eine Stunde stehen zu bleiben.

Quellen und Hintergrund

Text und Fotografie: Marco Delnoij · EOSfoto

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