Wald der blauen Blumen

Bei Doveren liegt ein kleiner Wald, der im Frühjahr weit mehr Aufmerksamkeit bekommt, als seine Größe vermuten lässt. Zwischen den Buchen erscheint dann ein blauer Blütenteppich. Seinen Namen verdankt der Wald der blauen Blumen dem Atlantischen Hasenglöckchen.

Die Art heißt Hyacinthoides non-scripta. Meist blüht sie im April und Mai, doch der genaue Zeitpunkt hängt vom Verlauf des Frühlings ab. Das Datum eines früheren Besuchs ist also keine Garantie dafür, im nächsten Jahr dasselbe Bild vorzufinden.

Der Gegensatz zwischen den geraden Stämmen und den niedrigen Blumen macht den Wald fotografisch interessant. Die eine Ebene bringt Rhythmus ins Bild, die andere Farbe. Dabei kann schon ein recht kleiner Waldausschnitt den Eindruck eines viel größeren Blütenteppichs vermitteln. Es muss nicht immer möglichst viel Landschaft aufs Foto.

Die Blumen bleiben neben dem Weg

Das Interesse hat auch eine Kehrseite. Viele Besucher auf engem Raum führen schnell dazu, dass die Wuchsflächen betreten werden. Der Kreis Heinsberg hat deshalb besonders auf den Schutz der Pflanzen und das Einhalten der markierten Wege hingewiesen.

Für ein Foto muss man sich nicht zwischen die Blumen legen. Ein anderer Standpunkt vom Weg aus oder eine andere Brennweite kann schon reichen. Die für eine einzige Aufnahme plattgetretene Stelle bleibt anschließend allerdings das Problem des Waldes.

Anhand einer Fotoreihe lässt sich nicht bestimmen, ob jede Pflanze eines Bestands botanisch zur selben Form gehört. Dafür reicht der Name einer Reportage nicht aus.

Diese Serie zeigt vor allem, weshalb der Wald zur Blütezeit so beliebt ist. Wer selbst hinfährt, sollte die aktuellen Hinweise vor Ort beachten. Der blaue Teppich ist das Motiv des Fotos. Er ist kein Teppich, auf den man sein Stativ mitten hineinstellen muss.

Quellen und Hintergrund

Text und Fotografie: Marco Delnoij · EOSfoto

Diesen Beitrag teilen

FacebookXWhatsAppLinkedInPinterestE-Mail

Kommentare

Einen Kommentar hinterlassen

Ihre E-Mail- und IP-Adresse werden nicht veröffentlicht. Kommentare erscheinen nach Prüfung. IP-Adressen werden zur Bekämpfung von Spam und Missbrauch ein Jahr aufbewahrt. Mehr zum Datenschutz.