Leerstand zeigt sich nicht nur in Häusern und Fabriken. Auch auf Friedhöfen wirtschaftlich schwacher Regionen wird der Verfall sichtbar.
Wenn Angehörige wegziehen oder keine Familie mehr übrig ist, fehlen auch die Menschen, die ein Grab pflegen. Einst sorgsam errichtete Denkmäler werden beschädigt oder stürzen ein. Dadurch liegen manchmal Teile von Gräbern offen.
Eine stille, aber eindringliche Seite einer Region, die immer mehr Bewohner verliert.
Die Grabdenkmäler sind oft sehr bewusst gestaltet: Einfassungen, Gitter, Reliefs und Buchstaben sollten lange bestehen. Die Fotos zeigen, wie unterschiedlich sie die Zeit überstehen. Dafür müssen offene Gräber oder Namen nicht zum Spektakel werden. Im Mittelpunkt stehen die Denkmäler und der Zustand des Friedhofs, mit Respekt vor den Menschen, an die sie erinnern.

Kommentare