Die Hohenzollernbrücke gehört zum bekannten Bild von Köln: die Bögen über dem Rhein, der Bahnhof und dahinter der Dom. Trotzdem ist die Brücke mehr als ein Vordergrund für ein Stadtfoto. Sie ist eine stark genutzte Eisenbahnverbindung und ein wichtiger Teil des deutschen und europäischen Schienennetzes.
Die Brücke wurde zwischen 1907 und 1911 als Ersatz für die ältere Dombrücke gebaut. Bemerkenswert war, dass der Bau bei laufendem Zugverkehr stattfand. Die neue Brücke bestand aus drei nebeneinanderliegenden Teilen mit jeweils drei Bögen. Anfangs gab es auch Platz für Straßenverkehr und Straßenbahnen.
Zerstört und wieder aufgebaut
Die Hohenzollernbrücke wurde nicht bei einem Luftangriff zerstört. Am 6. März 1945 sprengte die Wehrmacht die Brücke, um den Vormarsch der Alliierten zu erschweren. Damit endete ihre Kriegsgeschichte anders als die vieler Gebäude in der Stadt.
Nach dem Krieg wurde zunächst eine Eisenbahnbrücke wiederhergestellt. Sie ging 1948 erneut in Betrieb. Spätere Erweiterungen führten zur heutigen Anlage mit sechs Gleisen. Der frühere Straßenverkehr kehrte nicht zurück. Entlang der Brücke verlaufen jedoch Geh- und Radwege.
Abends macht die Beleuchtung den Rhythmus der Bögen gut sichtbar. Gleichzeitig bleibt die Brücke Teil einer Stadt, die in Betrieb ist. Züge, Schiffe und Licht auf dem Wasser sorgen dafür, dass ein Nachtbild nicht so still ist, wie es auf dem Foto wirkt.
Bei einem so bekannten Motiv macht der Standpunkt viel aus. Ein paar Schritte verändern, wie die Bögen zueinander stehen und ob der Dom zwischen den Formen sichtbar bleibt. Es geht dann weniger darum, dem Bild noch etwas hinzuzufügen, sondern darum, genau zu entscheiden, was sich überlagert und was nicht.
Die Fotos dieser Serie drehen sich um diese Linien und die Stadt nach Sonnenuntergang. Die Geschichte erklärt, wie die Brücke dorthin kam. Das Licht bestimmt, wie man sie in diesem Moment sieht.

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