Die vielen Fotos im Internet zeigten, dass Maison Pierre bereits ein bekannter Urbex-Ort war. Das kleine belgische Haus lag zwischen Sträuchern verborgen, die das Gebäude langsam überwucherten.
Es schien, als würde sich niemand mehr darum kümmern. Ob es keinen Eigentümer mehr gab, wusste ich nicht; instand gehalten worden war es jedenfalls schon lange nicht mehr.
Auf der Rückseite bestand ein Teil des Dachs aus Polycarbonatplatten. Sie waren gebrochen und eingesackt, möglicherweise durch die starken Schneefälle in den Wintern 2011 und 2012. Wind und Regen hatten dadurch freies Spiel.
Durch die offenen Fenster und Türen kamen auch Tiere herein. Die Füllung von Kissen und Sofas erwies sich als gutes Nistmaterial. So verschwand das Haus Stück für Stück in seiner Umgebung.
Die Puppe und die religiösen Gegenstände gehören zu dem Bild, das ich vorfand, sagen für sich genommen aber nichts Sicheres über die Bewohner aus. Dasselbe gilt für verschwundene und umgestellte Dinge. Bei einem Haus, das von vielen Menschen besucht wurde, lässt sich die ursprüngliche Einrichtung anhand der Fotos nicht mehr rekonstruieren. Der Verfall von Wänden, Decken und Möbeln ist deutlich genug zu sehen, ohne eine Familiengeschichte dazuzuerfinden.

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